Die Kugelschreiber-Mechanik betrifft jedes Kommando, nicht nur
setOrientation, und sie betrifft auch das Schliessen: ein "Zu" faehrt die
Jalousie zwar herunter, die Lamellen bleiben aber bei etwa 30 % offen
stehen. Dicht wird sie erst durch das zweifache Schwenken.
Die Regel lautet jetzt einheitlich: derselbe Befehl zweimal - erst mit
Neigung 0, dann warten, bis die Fahrt steht, dann mit dem gewuenschten Wert.
Die Position bleibt dabei erhalten, die Jalousie faehrt also nur einmal.
Zu -> [100,0] warten [100,100]
Neigung 20 -> direkt, unter der Schwelle
Neigung 80 -> [0] warten [80]
Position 40 Neigung 50 -> [40,0] warten [40,50]
"Zu" wird dabei nur umgeschrieben, wenn das Geraet Position und Neigung
zusammen setzen kann - der einfache Rollladen "Terasse" hat keine Lamellen
und bekommt weiter das rohe down.
Gewartet wird auf zwei Auskuenfte zusammen, weil einzeln keine traegt:
core:MovingState trug die lange Fahrt (gemessen 61 s), wird bei kurzen
Neigungsfahrten aber nie gesetzt; die Zustandswerte sind die Wahrheit,
zeigen direkt nach dem Kommando aber noch den alten Stand. Fertig heisst:
nichts faehrt mehr, die Ziele stimmen, und es wurde entweder ein "faehrt"
gesehen oder der Vorlauf von acht Sekunden ist um.
Und weil ein "Zu" damit ueber eine Minute dauert, schickt der Runner nicht
mehr selbst: der neue Versand nimmt die Kommandos entgegen und arbeitet sie
in eigenen Faeden ab - je Geraet der Reihe nach, ueber Geraete hinweg
nebeneinander. Sonst haette eine einzige Jalousie die ganze Auswertung fuer
eine Minute angehalten: keine Zeit-Ausloeser, keine Messwerte, und mehrere
Rollladen in einer Automatik haetten sich aufaddiert. Die Datenbank bleibt
dabei im Hauptfaden - die Faeden melden nur ihr Ergebnis zurueck, eine
pymysql-Verbindung ist nicht fuer mehrere Faeden gedacht.
Nachgemessen: Einreihen kehrt sofort zurueck, zwei Kommandos an dasselbe
Geraet laufen nacheinander (6 s, dann 12 s), drei an verschiedene Geraete
gleichzeitig, Fehler kommen zurueck, und die Schleife lief in 20 Sekunden
20 Takte durch.
Die Bedienung im Modal wartet weiterhin - dort sitzt ein Mensch vor einem
Fortschritt und klickt einmal. ajax/room.php hebt dafuer die Zeitgrenze auf
180 Sekunden an, wie es ajax/tahoma.php an derselben Stelle auch tut.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
AutoActions
Automatiken, die im Web-UI unter „Automatismen" angelegt werden und hier ausgeführt werden: wenn Bedingung, dann Kommando.
Browser Datenbank homeMesh Runner
────────────────────── ───────────────────────── ────────────────────
Karte „Automatismen" ──▶ automations ──▶ autoaction_runner.py
ajax/AutoAction.php automation_conditions MQTT / HTTP / Tahoma
restricted/automations.php automation_actions ──▶ Geräte
js/solar/autoActionFuncs.js automation_action_params
automation_log
calendar_days ◀── fetch_calendar.py
Wie eine Automatik aufgebaut ist
Eine Automatik hat Auslöser, Rahmenbedingungen und Aktionen.
Ein Auslöser vergleicht einen Messwert (actor_states) mit einer Schwelle.
Mehrere Auslöser werden über group_no verknüpft: gleiche Nummer heißt UND,
verschiedene Nummern heißen ODER — ausgewertet wird any(all(gruppe)). Im
Editor ist eine Gruppe ein gerahmter Block mit eigenem „+ Bedingung", zwischen
den Blöcken steht ein ODER. Die Klammerung ist damit gezeichnet und nicht bloß
vereinbart, und darunter steht derselbe Ausdruck noch einmal als Satz.
Eine Aktion ist ein Kommando (actor_commands) mit einem Wert je Parameter
(command_parameters) — nicht vier feste Spalten „Wert 1" bis „Wert 4",
sondern so viele Zeilen, wie das Gerät Parameter hat.
Die Rahmenbedingungen (Wochentage, Zeitfenster, Ferien, Feiertage) sagen, wann die Automatik überhaupt hinsehen darf.
Warum ein Dauerläufer und kein Cronjob
Zwei Gründe:
- Schwellwert-Auslöser sollen greifen, wenn die MQTT-Nachricht hereinkommt, nicht erst im nächsten Minutenraster.
actor_states.current_valuewird sonst von niemandem fortgeschrieben — es wird beim Geräte-Discovery einmal gesetzt und danach nie wieder. Ein zustandsloser Cronjob hätte gar nichts, womit er vergleichen könnte. Der Runner pflegt den Wert nebenbei mit (gedrosselt auf einmal je Minute), wovon auch der Editor profitiert: er zeigt neben jedem Messwert den aktuellen Stand.
Nur die steigende Flanke
automations.cond_met hält fest, ob die Bedingung beim letzten Durchlauf schon
erfüllt war. Ohne das würde „Temperatur über 22 Grad" bei jedem Takt erneut
feuern. Verlässt die Automatik ihr Zeitfenster, wird die Flanke
zurückgesetzt, damit sie im nächsten Fenster wieder steigen kann.
Zeit-Auslöser gibt es in drei Formen:
| wahr, wenn | |
|---|---|
um 16:30 |
genau in dieser Minute |
ab 16:30 |
von da an bis Mitternacht |
vor 16:30 |
bis dahin |
Ausgelöst wird in allen drei Fällen nur einmal, eben wegen der Flanke. ab
ist trotzdem das robustere: fällt der Runner in genau der Minute aus, auf die
um zeigt, ist die Automatik für den Tag verloren — bei ab holt der nächste
Takt es nach. Wer um braucht und den Ausfall nicht riskieren will, hakt
zusätzlich force_once an. Die breiten Zeitfenster in auto_watering.py
folgen derselben Überlegung.
Beim Sonnenauf- und -untergang ist der Wert ein Versatz, und der kann davor
oder danach liegen — deshalb dieselben drei Fälle mal zwei: + 00:30 eine
halbe Stunde nach Sonnenaufgang, ab - 00:30 ab einer halben Stunde davor,
vor + 00:30 bis eine halbe Stunde danach.
Über den Tagesrand wird gerechnet, nicht abgeschnitten: „sechs Stunden vor
Sonnenaufgang" landet am Vorabend, und das ist so gewollt — abgeschnitten
wären solche Angaben gar nicht mehr formulierbar. Verglichen wird die Uhrzeit
innerhalb des Tages; ein Ziel jenseits von Mitternacht gilt als diese Uhrzeit
am selben Tag. Bei + und - ist das genau der gemeinte Zeitpunkt, bei ab
und vor verschiebt sich der wahre Bereich entsprechend mit.
force_once („am Ende des Zeitraums auf jeden Fall ausführen") greift, wenn
das Fenster zugeht und in diesem Fenster noch nichts passiert ist.
Sperrzeit
Die Flanke allein schützt nicht gegen einen Messwert, der um die Schwelle
pendelt: „Temperatur > 22" bei 22,1 / 21,9 / 22,1 °C ist jedes Mal eine
echte steigende Flanke, und über MQTT können die Werte im Sekundentakt
hereinkommen. automations.lockout_secs sagt, wie lange nach einer Auslösung
nicht wieder geschaltet wird. Der Editor bietet drei Stufen an:
| gedacht für | ||
|---|---|---|
| Ohne | 0 s | volle Geschwindigkeit, jede Flanke schaltet |
| Kurz | 60 s | Licht, Farbe, Dimmwert |
| Lang | 900 s | Rollläden, Ventile, alles mit Motor |
Gespeichert werden Sekunden, angeboten werden nur die drei Stufen — eine
vierte ist damit eine Zeile in lockoutChoices() und keine Wanderung durch
die Datenbank.
Eine Flanke innerhalb der Sperrzeit wird verworfen, nicht aufgehoben. Ein
Rollladen, der eine Viertelstunde später doch noch losfährt, weil vor langer
Zeit einmal eine Schwelle gestreift wurde, wäre unangenehmer als einer, der
gar nicht fährt — und der nächste echte Anlass nach Ablauf der Sperre kommt
ohnehin durch. Verworfene Flanken stehen im Log auf DEBUG, nicht in
automation_log; bei einem zappelnden Sensor wäre die Tabelle sonst voll
davon.
force_once ist von der Sperre nicht betroffen: es greift nur, wenn im
Fenster gar nichts gelaufen ist — dann ist auch keine Sperre aktiv.
Transporte
Welcher Weg zum Gerät führt, entscheidet die URL des Aktors in actors:
| URL | Messwert (actor_states.url) |
Kommando (actor_commands.command_url) |
|---|---|---|
mqtt://… |
vollständiges Topic, abonniert; bei mehreren Messwerten je Topic zusätzlich value_path |
Nutzlast auf das Parameter-Topic |
http://… |
Feldname in der JSON-Antwort, gepollt | Abfrageargumente an die Geräte-URL (turn=on) |
wled://… |
Pfad in /json/state (seg[0].col[0]), gepollt |
JSON-Vorlage mit Platzhaltern, als Ganzes gesendet |
| Tahoma | Statusname (core:ClosureState), gepollt |
exec/apply an die Box |
Logic |
gerechnet: Uhrzeit, Datum, Sonne | – |
Alle fünf stehen in transports.py. Eine sechste Geräteart kommt als weitere
Klasse dazu; sie braucht passt(), zustaende_lesen() und senden().
Tahoma ist der einzige, der nicht am URL-Schema erkannt wird, sondern an der
Box-Kennung in der URL. Das Schema beschreibt dort die Funkart, und
dieselbe Box liefert io:// für die Jalousien, rts:// für die Dachfenster
und internal:// für die Alarmanlage. Ohne pin in der config.ini ist
niemand zuständig — dann meldet der Runner beim Auslösen „kein Transport",
statt still nichts zu tun.
Mehrere Messwerte teilen sich oft ein Topic: der go-eCharger schickt
sechzehn Zahlen als JSON-Feld auf …/nrg, und erst das value_template der
Home-Assistant-Discovery sagt, dass „Strom L1" das fünfte Element ist. Diese
Angabe steht in actor_states.value_path — in derselben Schreibweise, die
auch WLED benutzt: [4], ssid, seg[0].col[0]. Ohne Pfad gilt die ganze
Nutzlast.
Gelesen wird nur der einfache Fall aus dem Template: ein Zugriff auf
value_json und was danach an Punkten und Klammern folgt.
Werttabellen
Manche Geräte schicken eine Zahl und meinen einen Zustand:
{{ ['Unknown','Idle','Charging','WaitCar','Complete','Error'][value_json|int] }}
{{ ['Default','Eco','NextTrip'][value_json|int-3] }}
Das ist kein Pfad, sondern eine Übersetzung von Zahl nach Text. Sie landet in
possible_values — in der Schreibweise, die WLED für seine Effektliste schon
benutzt: eine Liste aus {Wert: Bezeichnung}. Ein Versatz im Ausdruck wandert
dabei in die Schlüssel, aus [value_json|int-3] wird also {"3":"Default"}.
Der Runner übersetzt beim Lesen: aus der gesendeten 2 wird Charging. Eine
Bedingung vergleicht damit genau den Klartext, den der Editor zur Auswahl
stellt. Steht die Zahl nicht in der Tabelle, bleibt sie stehen — ein
erfundener Name wäre schlimmer als ein roher Wert.
Auf beiden Seiten des Editors steckt dieselbe Tabelle, aber der gespeicherte Wert ist ein anderer:
| angezeigt | gespeichert | |
|---|---|---|
| Messwert (Bedingung) | Charging |
Charging — der Runner hat schon übersetzt |
| Parameter (Aktion) | Blink |
1 — das Gerät will die Zahl |
Bei WLED trägt die Kommando-Vorlage alles: {"seg":[{"col":[[%red%,%green%,%blue%]]}]}
wird mit den Parameterwerten gefüllt und am Stück geschickt. Deshalb haben die
Parameter dort keine eigene URL — ihr Name ist der Platzhalter.
Voraussetzungen
- Python 3 mit
pymysql,requests,paho-mqtt homeMesh_automations.sqleinmal eingespielt- In
../deviceDiscovery/config.inimussclear_tables = falsestehen. Discovery schreibt mitON DUPLICATE KEY UPDATEauf den URLs, das Leeren ist unnötig — einTRUNCATEwürde dagegen die Geräte-IDs neu vergeben, und die Automatiken zeigen per Fremdschlüssel genau auf diese IDs.
Einrichten
cp config.ini.example config.ini # ausfüllen: Datenbank, MQTT, Tahoma
python3 fetch_calendar.py # Feiertage und Ferien holen
python3 autoaction_runner.py --once --dry-run --verbose # Probelauf
--dry-run schaltet nichts, protokolliert aber jedes Kommando, das geschickt
würde. --once macht einen einzigen Durchlauf.
Im Dauerbetrieb wird autoaction_runner.py beim Booten gestartet (auf der
Synology über den Aufgabenplaner, Ereignis „Hochfahren", als root). Er
verbindet sich selbst neu, wenn MQTT wegbricht, und lädt das Regelwerk nach,
sobald im Browser etwas gespeichert wurde — ein Neustart nach jeder Änderung
ist nicht nötig.
fetch_calendar.py gehört einmal jährlich in den Cron:
0 4 1 1 * /usr/bin/python3 /volume1/web/smart/restricted/autoActions/fetch_calendar.py
Ein zusätzlicher Lauf im Herbst schadet nicht — die Ferientermine des übernächsten Schuljahres stehen erst später fest.
Nachsehen, was passiert ist
automation_log hält je Auslösung fest, ob sie durchlief (fired), wegen
force_once nachgeholt wurde (forced) oder scheiterte (error, mit Grund in
detail). Einträge älter als 30 Tage räumt der Runner selbst weg.