Ein Versatz, der ueber Mitternacht hinausreicht, wurde bisher am Tagesrand abgeschnitten. Damit liessen sich "sechs Stunden vor Sonnenaufgang" oder "fuenf Stunden nach Sonnenuntergang" gar nicht mehr formulieren - solche Angaben sind aber gewollt und landen eben am Vorabend bzw. nach Mitternacht. Gerechnet wird jetzt modulo Tag. Verglichen wird die Uhrzeit innerhalb des Tages: ein Ziel jenseits von Mitternacht gilt als diese Uhrzeit am selben Tag. Bei "+" und "-" ist das genau der gemeinte Zeitpunkt, bei "ab" und "vor" verschiebt sich der wahre Bereich entsprechend mit - das steht so in der README. Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
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AutoActions
Automatiken, die im Web-UI unter „Automatismen" angelegt werden und hier ausgeführt werden: wenn Bedingung, dann Kommando.
Browser Datenbank homeMesh Runner
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Karte „Automatismen" ──▶ automations ──▶ autoaction_runner.py
ajax/AutoAction.php automation_conditions MQTT / HTTP / Tahoma
restricted/automations.php automation_actions ──▶ Geräte
js/solar/autoActionFuncs.js automation_action_params
automation_log
calendar_days ◀── fetch_calendar.py
Wie eine Automatik aufgebaut ist
Eine Automatik hat Auslöser, Rahmenbedingungen und Aktionen.
Ein Auslöser vergleicht einen Messwert (actor_states) mit einer Schwelle.
Mehrere Auslöser werden über group_no verknüpft: gleiche Nummer heißt UND,
verschiedene Nummern heißen ODER — ausgewertet wird any(all(gruppe)). Im
Editor ist eine Gruppe ein gerahmter Block mit eigenem „+ Bedingung", zwischen
den Blöcken steht ein ODER. Die Klammerung ist damit gezeichnet und nicht bloß
vereinbart, und darunter steht derselbe Ausdruck noch einmal als Satz.
Eine Aktion ist ein Kommando (actor_commands) mit einem Wert je Parameter
(command_parameters) — nicht vier feste Spalten „Wert 1" bis „Wert 4",
sondern so viele Zeilen, wie das Gerät Parameter hat.
Die Rahmenbedingungen (Wochentage, Zeitfenster, Ferien, Feiertage) sagen, wann die Automatik überhaupt hinsehen darf.
Warum ein Dauerläufer und kein Cronjob
Zwei Gründe:
- Schwellwert-Auslöser sollen greifen, wenn die MQTT-Nachricht hereinkommt, nicht erst im nächsten Minutenraster.
actor_states.current_valuewird sonst von niemandem fortgeschrieben — es wird beim Geräte-Discovery einmal gesetzt und danach nie wieder. Ein zustandsloser Cronjob hätte gar nichts, womit er vergleichen könnte. Der Runner pflegt den Wert nebenbei mit (gedrosselt auf einmal je Minute), wovon auch der Editor profitiert: er zeigt neben jedem Messwert den aktuellen Stand.
Nur die steigende Flanke
automations.cond_met hält fest, ob die Bedingung beim letzten Durchlauf schon
erfüllt war. Ohne das würde „Temperatur über 22 Grad" bei jedem Takt erneut
feuern. Verlässt die Automatik ihr Zeitfenster, wird die Flanke
zurückgesetzt, damit sie im nächsten Fenster wieder steigen kann.
Zeit-Auslöser gibt es in drei Formen:
| wahr, wenn | |
|---|---|
um 16:30 |
genau in dieser Minute |
ab 16:30 |
von da an bis Mitternacht |
vor 16:30 |
bis dahin |
Ausgelöst wird in allen drei Fällen nur einmal, eben wegen der Flanke. ab
ist trotzdem das robustere: fällt der Runner in genau der Minute aus, auf die
um zeigt, ist die Automatik für den Tag verloren — bei ab holt der nächste
Takt es nach. Wer um braucht und den Ausfall nicht riskieren will, hakt
zusätzlich force_once an. Die breiten Zeitfenster in auto_watering.py
folgen derselben Überlegung.
Beim Sonnenauf- und -untergang ist der Wert ein Versatz, und der kann davor
oder danach liegen — deshalb dieselben drei Fälle mal zwei: + 00:30 eine
halbe Stunde nach Sonnenaufgang, ab - 00:30 ab einer halben Stunde davor,
vor + 00:30 bis eine halbe Stunde danach.
Über den Tagesrand wird gerechnet, nicht abgeschnitten: „sechs Stunden vor
Sonnenaufgang" landet am Vorabend, und das ist so gewollt — abgeschnitten
wären solche Angaben gar nicht mehr formulierbar. Verglichen wird die Uhrzeit
innerhalb des Tages; ein Ziel jenseits von Mitternacht gilt als diese Uhrzeit
am selben Tag. Bei + und - ist das genau der gemeinte Zeitpunkt, bei ab
und vor verschiebt sich der wahre Bereich entsprechend mit.
force_once („am Ende des Zeitraums auf jeden Fall ausführen") greift, wenn
das Fenster zugeht und in diesem Fenster noch nichts passiert ist.
Transporte
Welcher Weg zum Gerät führt, entscheidet die URL des Aktors in actors:
| URL | Messwert (actor_states.url) |
Kommando |
|---|---|---|
mqtt://… |
vollständiges Topic, abonniert | publiziert auf das Parameter-Topic |
http://… |
Feldname in der JSON-Antwort, gepollt | Parameter als Abfrageargumente |
io://… |
Tahoma-Statusname, gepollt | exec/apply an die Tahoma-Box |
Logic |
gerechnet: Uhrzeit, Datum, Sonne | – |
Alle vier stehen in transports.py. Eine fünfte Geräteart kommt als weitere
Klasse dazu; sie braucht passt(), zustaende_lesen() und senden().
Bei HTTP heißen die Schaltbefehle nicht so wie in der Datenbank — dafür gibt es
in HTTPTransport eine kleine Übersetzungstabelle (turn_on → on=true).
Das ist die Stelle, die beim Anschluss neuer HTTP-Geräte wächst.
Voraussetzungen
- Python 3 mit
pymysql,requests,paho-mqtt homeMesh_automations.sqleinmal eingespielt- In
../deviceDiscovery/config.inimussclear_tables = falsestehen. Discovery schreibt mitON DUPLICATE KEY UPDATEauf den URLs, das Leeren ist unnötig — einTRUNCATEwürde dagegen die Geräte-IDs neu vergeben, und die Automatiken zeigen per Fremdschlüssel genau auf diese IDs.
Einrichten
cp config.ini.example config.ini # ausfüllen: Datenbank, MQTT, Tahoma
python3 fetch_calendar.py # Feiertage und Ferien holen
python3 autoaction_runner.py --once --dry-run --verbose # Probelauf
--dry-run schaltet nichts, protokolliert aber jedes Kommando, das geschickt
würde. --once macht einen einzigen Durchlauf.
Im Dauerbetrieb wird autoaction_runner.py beim Booten gestartet (auf der
Synology über den Aufgabenplaner, Ereignis „Hochfahren", als root). Er
verbindet sich selbst neu, wenn MQTT wegbricht, und lädt das Regelwerk nach,
sobald im Browser etwas gespeichert wurde — ein Neustart nach jeder Änderung
ist nicht nötig.
fetch_calendar.py gehört einmal jährlich in den Cron:
0 4 1 1 * /usr/bin/python3 /volume1/web/smart/restricted/autoActions/fetch_calendar.py
Ein zusätzlicher Lauf im Herbst schadet nicht — die Ferientermine des übernächsten Schuljahres stehen erst später fest.
Nachsehen, was passiert ist
automation_log hält je Auslösung fest, ob sie durchlief (fired), wegen
force_once nachgeholt wurde (forced) oder scheiterte (error, mit Grund in
detail). Einträge älter als 30 Tage räumt der Runner selbst weg.