Logrotation: die Dateien wachsen nicht mehr unbegrenzt

wattpilotshell.log hatte 329 MB erreicht - die wattpilotshell meldet
seit Monaten im Sekundentakt denselben Verbindungsfehler, und rotiert
wurde nie. logs_rotieren.sh mit logrotate.conf raeumt das jetzt taeglich
auf: vierzehn Staende, alles ueber 20 MB sofort, damit ein Prozess in
einer Fehlerschleife nicht an einem Tag das Volume fuellt. Der erste Lauf
hat aus den 329 MB 61 KB gemacht, verloren ist nichts.

Nicht in /etc/logrotate.d abgelegt - das ist DSM-Gebiet und beim
naechsten Systemupdate weg. Der Zustand kommt aus einer eigenen Datei
statt aus /var/lib/logrotate, wo der von DSM liegt.

Die Startskripte leiten dafuer mit ">>" um statt mit "&>". Die Prozesse
laufen monatelang durch und sollen fuer eine Rotation nicht neu starten
muessen, deshalb copytruncate - der Inhalt wird weggeschrieben und die
Datei geleert, waehrend sie offen bleibt. Ohne Anhaengemodus schriebe der
Prozess danach an seiner alten Stelle weiter und die Datei bekaeme vorn
ein Loch aus Nullbytes.

Nebenbei behoben: startWecker.sh leerte seine Logdatei bei jedem Start,
und gestartet wird der Wecker jede Nacht um drei. Was er am Vortag
gemeldet hatte, war morgens nicht mehr nachzulesen.

Die Skripte bekommen ausserdem ihr Ausfuehrungsrecht in den Index - ueber
die Windows-Freigabe sieht Git keine Unix-Rechte, ein frischer Checkout
haette sie nicht starten koennen.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
This commit is contained in:
2026-09-03 19:27:48 +02:00
co-authored by Claude Opus 5
parent df2765b16a
commit 4a1cd00e6e
8 changed files with 111 additions and 4 deletions
+8
View File
@@ -4,9 +4,17 @@ skoda.conf
*.conf *.conf
secrets.conf secrets.conf
# Ausnahme von der Zeile darueber: hier stehen keine Zugangsdaten, sondern
# die Rotationsregeln, und die gehoeren zum Betrieb wie die Startskripte.
!logrotate.conf
# Protokolle. wattpilotshell.log ist allein 329 MB gross, die Logs machen # Protokolle. wattpilotshell.log ist allein 329 MB gross, die Logs machen
# 93 Prozent des Verzeichnisses aus. # 93 Prozent des Verzeichnisses aus.
*.log *.log
# Die rotierten Staende dazu - *.log.1, *.log.2.gz und so fort.
*.log.*
# Merkzettel von logrotate: wann welche Datei zuletzt dran war.
logrotate.state
# Python # Python
__pycache__/ __pycache__/
+8
View File
@@ -256,6 +256,14 @@ dieselbe Client-Kennung benutzen. Genau davor schützt das Beenden am Anfang.
Ausgabe landet in `autoActions.log` neben `solarOutput.log`. `SIGTERM` fängt Ausgabe landet in `autoActions.log` neben `solarOutput.log`. `SIGTERM` fängt
der Runner ab und fährt geordnet herunter. der Runner ab und fährt geordnet herunter.
Nachzulesen ist beides im Dashboard unter **Protokolle** — die Seite liest die
Dateien direkt, filterbar nach Text und Level. Klein gehalten werden sie von
`logs_rotieren.sh` samt `logrotate.conf` eine Ebene höher: täglich, vierzehn
Stände, alles über 20 MB sofort. Weil die Prozesse monatelang durchlaufen,
arbeitet die Rotation mit `copytruncate` — deshalb leiten die Startskripte mit
`>>` um und nicht mehr mit `&>`. Wer das zurückdreht, bekommt nach der
nächsten Rotation eine Logdatei, die vorn aus Nullbytes besteht.
`fetch_calendar.py` gehört einmal jährlich in den Cron: `fetch_calendar.py` gehört einmal jährlich in den Cron:
``` ```
+42
View File
@@ -0,0 +1,42 @@
# Rotation der Logdateien des SolarManagers.
#
# Aufgerufen wird das ueber logs_rotieren.sh, einmal taeglich aus dem
# Aufgabenplaner. Nicht in /etc/logrotate.d abgelegt: das ist DSM-Gebiet und
# waere beim naechsten Systemupdate weg. Hier steht es neben den Prozessen,
# zu denen es gehoert, und liegt im selben Repository.
#
# copytruncate ist der Kern der Sache. Die Prozesse laufen monatelang durch
# und halten ihre Logdatei offen; niemand will sie fuer eine Rotation neu
# starten. Also wird der Inhalt weggeschrieben und die Datei geleert, statt
# sie umzubenennen - der Prozess merkt nichts davon. Voraussetzung ist, dass
# die Startskripte mit ">>" umleiten und nicht mit "&>", sonst schreibt der
# Prozess nach dem Leeren an seiner alten Stelle weiter und die Datei
# bekommt ein Loch aus Nullbytes. Genau deshalb wurde das dort umgestellt.
#
# Der Preis von copytruncate sind die Zeilen, die zwischen Kopieren und
# Leeren hereinkommen - die gehen verloren. Bei einem Betriebslog ist das
# der guenstigere Handel.
/volume1/homes/wagner/SolarManager/solarOutput.log
/volume1/homes/wagner/SolarManager/autoActions.log
/volume1/homes/wagner/SolarManager/wattpilotshell.log
/volume1/homes/wagner/SolarManager/wsMQTTbridge.log
/volume1/homes/wagner/SolarManager/wecker.log
{
daily
# Zwei Wochen zurueck. Weiter zurueck hat noch nie jemand gesucht, und
# was aelter ist, steht ohnehin als Messwert in der Datenbank.
rotate 14
# Zusaetzlich zur Tagesgrenze: was ueber 20 MB geht, wird sofort
# rotiert. Sonst koennte ein Prozess, der in eine Fehlerschleife
# geraet, an einem einzigen Tag das Volume fuellen.
maxsize 20M
compress
# Eine leere Datei zu rotieren bringt nichts ausser vierzehn leeren
# Archiven - der Wecker meldet an den meisten Tagen gar nichts.
notifempty
# Fehlt eine Datei, ist das kein Fehler: nicht jeder Prozess laeuft
# auf jedem System.
missingok
copytruncate
}
+28
View File
@@ -0,0 +1,28 @@
#!/bin/bash
# Rotiert die Logdateien des SolarManagers.
#
# Gehoert einmal taeglich in den Aufgabenplaner (Benutzer wagner genuegt,
# root ist nicht noetig - alle Dateien gehoeren wagner). Die Regeln stehen in
# logrotate.conf daneben.
#
# Der Zustand kommt ausdruecklich nicht aus /var/lib/logrotate: dort liegt
# der von DSM, und ein zweiter Aufrufer haette sich dort mit dem System in
# die Quere gebracht. Die eigene Datei bleibt unter unserer Kontrolle und
# ist bei Bedarf einfach zu loeschen - dann faengt die Rotation von vorn an.
#
# Ein Lauf dauert ein bis zwei Minuten, auch wenn nichts zu tun ist. Das
# liegt nicht an uns: Synologys logrotate zaehlt bei jedem Start erst den
# Platzverbrauch unter /var/log zusammen und stolpert dabei ueber Ordner,
# die wagner nicht lesen darf. Die Meldungen "Permission denied" von /bin/du
# sind harmlos und gehoeren dazu.
#
# ./logs_rotieren.sh normaler Lauf
# ./logs_rotieren.sh -f sofort rotieren, auch wenn noch nichts faellig
# ./logs_rotieren.sh -d nur zeigen, was passieren wuerde
BASIS="/volume1/homes/wagner/SolarManager"
exec /usr/bin/logrotate \
--state "$BASIS/logrotate.state" \
"$@" \
"$BASIS/logrotate.conf"
Regular → Executable
+5 -1
View File
@@ -16,4 +16,8 @@ fi
# Start the script # Start the script
cd "/volume1/homes/wagner/SolarManager/" cd "/volume1/homes/wagner/SolarManager/"
/usr/bin/python3 "$SCRIPT_NAME" &> "$LOG_FILE" & # Angehaengt statt ueberschrieben: logrotate leert diese Datei mit
# copytruncate, waehrend der Prozess sie offen haelt. Ohne Anhaengemodus
# schriebe er danach an seiner alten Stelle weiter, und die Datei bekaeme ein
# Loch aus Nullbytes in der Groesse des bisherigen Inhalts.
/usr/bin/python3 "$SCRIPT_NAME" >> "$LOG_FILE" 2>&1 &
Regular → Executable
+7 -1
View File
@@ -46,7 +46,13 @@ beenden() {
starte() { starte() {
beenden "$1" beenden "$1"
echo "Starte $1, Ausgabe nach $2" echo "Starte $1, Ausgabe nach $2"
"$PYTHON" "$1" &> "$2" & # Angehaengt, nicht ueberschrieben. Zwei Gruende: nach einem Neustart
# will man sehen, warum der alte Lauf aufgehoert hat, und logrotate
# arbeitet hier mit copytruncate - es leert die Datei, waehrend der
# Prozess sie offen haelt. Beim Ueberschreiben stuende dessen
# Schreibmarke danach weit hinten, und die Datei bekaeme ein Loch aus
# Nullbytes in der Groesse des bisherigen Inhalts.
"$PYTHON" "$1" >> "$2" 2>&1 &
} }
starte "solarManager.py" "solarOutput.log" starte "solarManager.py" "solarOutput.log"
Regular → Executable
+7 -1
View File
@@ -42,4 +42,10 @@ fi
# Start the script # Start the script
cd "$BASIS" cd "$BASIS"
/var/services/homes/wagner/.local/bin/wattpilotshell server &> "$LOG_FILE" & # Angehaengt statt ueberschrieben: logrotate leert diese Datei mit
# copytruncate, waehrend der Prozess sie offen haelt. Ohne Anhaengemodus
# schriebe er danach an seiner alten Stelle weiter, und die Datei bekaeme ein
# Loch aus Nullbytes in der Groesse des bisherigen Inhalts. Bei dieser Datei
# faellt das besonders ins Gewicht - die wattpilotshell meldet einen
# Verbindungsfehler im Sekundentakt und hatte es so auf 329 MB gebracht.
/var/services/homes/wagner/.local/bin/wattpilotshell server >> "$LOG_FILE" 2>&1 &
Regular → Executable
+6 -1
View File
@@ -16,4 +16,9 @@ fi
# Start the script # Start the script
cd "/volume1/homes/wagner/SolarManager/" cd "/volume1/homes/wagner/SolarManager/"
/usr/bin/python3 "$SCRIPT_NAME" &> "$LOG_FILE" & # Angehaengt statt ueberschrieben. Dieses Skript laeuft jede Nacht um drei,
# und mit "&>" war die Datei danach jedes Mal leer - was der Wecker am
# Vortag gemeldet hat, war morgens nicht mehr nachzulesen. Ausserdem braucht
# logrotate den Anhaengemodus: es leert die Datei mit copytruncate, waehrend
# der Prozess sie offen haelt.
/usr/bin/python3 "$SCRIPT_NAME" >> "$LOG_FILE" 2>&1 &