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SolarManager/autoActions
adminandClaude Opus 5 ce2a86fa2b Bruecke faengt auch den zweiten Fehler der Wallbox ab
'lot' steht in der API-Beschreibung als jsonType integer, die Firmware
schickt aber ein Objekt. Die Bibliothek reicht es unveraendert an paho
weiter, paho nimmt nur Skalare - und die Ausnahme riss dieselbe Schleife
mit wie der KeyError auf unbekannte Felder. Im rotierten Log machte
dieser zweite Fehler 1.264.882 von 2.985.071 Zeilen aus.

mqtt_get_encoded_property wird jetzt ebenfalls ersetzt: was nach der
Kodierung kein Skalar ist, geht als JSON hinaus, einmalig mit Warnung.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-09-03 20:42:50 +02:00
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AutoActions

Automatiken, die im Web-UI unter „Automatismen" angelegt werden und hier ausgeführt werden: wenn Bedingung, dann Kommando.

Browser                     Datenbank homeMesh              Runner
──────────────────────      ─────────────────────────       ────────────────────
Karte „Automatismen"   ──▶  automations                ──▶  autoaction_runner.py
ajax/AutoAction.php         automation_conditions           MQTT / HTTP / Tahoma
restricted/automations.php  automation_actions              ──▶ Geräte
js/solar/autoActionFuncs.js automation_action_params
                            automation_log
                            calendar_days              ◀──  fetch_calendar.py

Wie eine Automatik aufgebaut ist

Eine Automatik hat Auslöser, Rahmenbedingungen und Aktionen.

Ein Auslöser vergleicht einen Messwert (actor_states) mit einer Schwelle. Mehrere Auslöser werden über group_no verknüpft: gleiche Nummer heißt UND, verschiedene Nummern heißen ODER — ausgewertet wird any(all(gruppe)). Im Editor ist eine Gruppe ein gerahmter Block mit eigenem „+ Bedingung", zwischen den Blöcken steht ein ODER. Die Klammerung ist damit gezeichnet und nicht bloß vereinbart, und darunter steht derselbe Ausdruck noch einmal als Satz.

Eine Aktion ist ein Kommando (actor_commands) mit einem Wert je Parameter (command_parameters) — nicht vier feste Spalten „Wert 1" bis „Wert 4", sondern so viele Zeilen, wie das Gerät Parameter hat.

Die Rahmenbedingungen (Wochentage, Zeitfenster, Ferien, Feiertage) sagen, wann die Automatik überhaupt hinsehen darf.

Warum ein Dauerläufer und kein Cronjob

Zwei Gründe:

  • Schwellwert-Auslöser sollen greifen, wenn die MQTT-Nachricht hereinkommt, nicht erst im nächsten Minutenraster.
  • actor_states.current_value wird sonst von niemandem fortgeschrieben — es wird beim Geräte-Discovery einmal gesetzt und danach nie wieder. Ein zustandsloser Cronjob hätte gar nichts, womit er vergleichen könnte. Der Runner pflegt den Wert nebenbei mit — nur wenn er sich geändert hat und höchstens einmal je Minute —, wovon auch der Editor profitiert: er zeigt neben jedem Messwert den aktuellen Stand.

Was worauf wartet

Die Hauptschleife wartet auf nichts. Alles, was ein Netz braucht, läuft daneben:

wo Takt
MQTT-Nachrichten kommen von selbst, Zwischenspeicher im Transport sofort
Uhrzeit, Datum im Runner gerechnet jeder Takt
Sonnenauf-/-untergang solarLog.daylight einmal je Tag
HTTP- und WLED-Geräte Sammler, eigener Faden poll_http, poll_wled
Tahoma Sammler, eigener Faden poll_tahoma, Vorgabe 5 Minuten
Kommandos senden Versand, ein Faden je Gerät wenn etwas ansteht

Das war nicht immer so. Vorher wurden die Geräte mitten in der Schleife abgefragt — neunzehn Tahoma-Geräte nacheinander, jedes mit bis zu zehn Sekunden Zeitlimit. Eine Runde dauerte dadurch rund fünfundvierzig statt dreißig Sekunden, gepollt wurde erst jede zweite Runde, also alle neunzig Sekunden. Und weil die Uhr an derselben Abfrage hing, kam jede dritte Minute nie vor: um 18:26 wurde nie wahr.

Die Fäden fassen die Datenbank nicht an. Sie legen ihre Ergebnisse in eine Queue, geschrieben wird im Hauptfaden — eine pymysql-Verbindung gehört einem Faden.

Nur die steigende Flanke

automations.cond_met hält fest, ob die Bedingung beim letzten Durchlauf schon erfüllt war. Ohne das würde „Temperatur über 22 Grad" bei jedem Takt erneut feuern. Verlässt die Automatik ihr Zeitfenster, wird die Flanke zurückgesetzt, damit sie im nächsten Fenster wieder steigen kann.

Zeit-Auslöser gibt es in drei Formen:

wahr, wenn
um 16:30 ab dieser Minute, noch catchup_minutes lang
ab 16:30 von da an bis Mitternacht
vor 16:30 bis dahin

Ausgelöst wird in allen drei Fällen nur einmal, eben wegen der Flanke.

Das Nachholfenster bei um ist der Ersatz für die früher verlangte Punktgenauigkeit. Solange um 16:30 nur in genau dieser Minute wahr war, kostete jeder Aussetzer die Automatik für den ganzen Tag — und Aussetzer gab es reichlich, weil die Uhr am Geräte-Poll hing und jede dritte Minute übersprang. Jetzt gilt die Bedingung fünf Minuten lang (einstellbar), die Flanke sorgt weiterhin für genau einen Lauf, und ein Neustart mitten im Fenster holt den Lauf nach. Die breiten Zeitfenster in auto_watering.py folgen derselben Überlegung.

Beim Sonnenauf- und -untergang ist der Wert ein Versatz, und der kann davor oder danach liegen — deshalb dieselben drei Fälle mal zwei: + 00:30 eine halbe Stunde nach Sonnenaufgang, ab - 00:30 ab einer halben Stunde davor, vor + 00:30 bis eine halbe Stunde danach.

Über den Tagesrand wird gerechnet, nicht abgeschnitten: „sechs Stunden vor Sonnenaufgang" landet am Vorabend, und das ist so gewollt — abgeschnitten wären solche Angaben gar nicht mehr formulierbar. Verglichen wird die Uhrzeit innerhalb des Tages; ein Ziel jenseits von Mitternacht gilt als diese Uhrzeit am selben Tag. Bei + und - ist das genau der gemeinte Zeitpunkt, bei ab und vor verschiebt sich der wahre Bereich entsprechend mit.

force_once („am Ende des Zeitraums auf jeden Fall ausführen") greift, wenn das Fenster zugeht und in diesem Fenster noch nichts passiert ist.

Sperrzeit

Die Flanke allein schützt nicht gegen einen Messwert, der um die Schwelle pendelt: „Temperatur > 22" bei 22,1 / 21,9 / 22,1 °C ist jedes Mal eine echte steigende Flanke, und über MQTT können die Werte im Sekundentakt hereinkommen. automations.lockout_secs sagt, wie lange nach einer Auslösung nicht wieder geschaltet wird. Der Editor bietet drei Stufen an:

gedacht für
Ohne 0 s volle Geschwindigkeit, jede Flanke schaltet
Kurz 60 s Licht, Farbe, Dimmwert
Lang 900 s Rollläden, Ventile, alles mit Motor

Gespeichert werden Sekunden, angeboten werden nur die drei Stufen — eine vierte ist damit eine Zeile in lockoutChoices() und keine Wanderung durch die Datenbank.

Eine Flanke innerhalb der Sperrzeit wird verworfen, nicht aufgehoben. Ein Rollladen, der eine Viertelstunde später doch noch losfährt, weil vor langer Zeit einmal eine Schwelle gestreift wurde, wäre unangenehmer als einer, der gar nicht fährt — und der nächste echte Anlass nach Ablauf der Sperre kommt ohnehin durch. Verworfene Flanken stehen im Log auf DEBUG, nicht in automation_log; bei einem zappelnden Sensor wäre die Tabelle sonst voll davon.

force_once ist von der Sperre nicht betroffen: es greift nur, wenn im Fenster gar nichts gelaufen ist — dann ist auch keine Sperre aktiv.

Transporte

Welcher Weg zum Gerät führt, entscheidet die URL des Aktors in actors:

URL Messwert (actor_states.url) Kommando (actor_commands.command_url)
mqtt://… vollständiges Topic, abonniert; bei mehreren Messwerten je Topic zusätzlich value_path Nutzlast auf das Parameter-Topic
http://… Feldname in der JSON-Antwort, gepollt Abfrageargumente an die Geräte-URL (turn=on)
wled://… Pfad in /json/state (seg[0].col[0]), gepollt JSON-Vorlage mit Platzhaltern, als Ganzes gesendet
Tahoma Statusname (core:ClosureState), gepollt exec/apply an die Box
Logic gerechnet: Uhrzeit, Datum, Sonne

Alle fünf stehen in transports.py. Eine sechste Geräteart kommt als weitere Klasse dazu; sie braucht passt(), zustaende_lesen() und senden().

Tahoma ist der einzige, der nicht am URL-Schema erkannt wird, sondern an der Box-Kennung in der URL. Das Schema beschreibt dort die Funkart, und dieselbe Box liefert io:// für die Jalousien, rts:// für die Dachfenster und internal:// für die Alarmanlage. Ohne pin in der config.ini ist niemand zuständig — dann meldet der Runner beim Auslösen „kein Transport", statt still nichts zu tun.

Mehrere Messwerte teilen sich oft ein Topic: der go-eCharger schickt sechzehn Zahlen als JSON-Feld auf …/nrg, und erst das value_template der Home-Assistant-Discovery sagt, dass „Strom L1" das fünfte Element ist. Diese Angabe steht in actor_states.value_path — in derselben Schreibweise, die auch WLED benutzt: [4], ssid, seg[0].col[0]. Ohne Pfad gilt die ganze Nutzlast.

Gelesen wird nur der einfache Fall aus dem Template: ein Zugriff auf value_json und was danach an Punkten und Klammern folgt.

Werttabellen

Manche Geräte schicken eine Zahl und meinen einen Zustand:

{{ ['Unknown','Idle','Charging','WaitCar','Complete','Error'][value_json|int] }}
{{ ['Default','Eco','NextTrip'][value_json|int-3] }}

Das ist kein Pfad, sondern eine Übersetzung von Zahl nach Text. Sie landet in possible_values — in der Schreibweise, die WLED für seine Effektliste schon benutzt: eine Liste aus {Wert: Bezeichnung}. Ein Versatz im Ausdruck wandert dabei in die Schlüssel, aus [value_json|int-3] wird also {"3":"Default"}.

Der Runner übersetzt beim Lesen: aus der gesendeten 2 wird Charging. Eine Bedingung vergleicht damit genau den Klartext, den der Editor zur Auswahl stellt. Steht die Zahl nicht in der Tabelle, bleibt sie stehen — ein erfundener Name wäre schlimmer als ein roher Wert.

Auf beiden Seiten des Editors steckt dieselbe Tabelle, aber der gespeicherte Wert ist ein anderer:

angezeigt gespeichert
Messwert (Bedingung) Charging Charging — der Runner hat schon übersetzt
Parameter (Aktion) Blink 1 — das Gerät will die Zahl

Bei WLED trägt die Kommando-Vorlage alles: {"seg":[{"col":[[%red%,%green%,%blue%]]}]} wird mit den Parameterwerten gefüllt und am Stück geschickt. Deshalb haben die Parameter dort keine eigene URL — ihr Name ist der Platzhalter.

Voraussetzungen

  • Python 3 mit pymysql, requests, paho-mqtt
  • homeMesh_automations.sql einmal eingespielt
  • Im Web-Verzeichnis muss in restricted/deviceDiscovery/config.ini clear_tables = false stehen. Discovery schreibt mit ON DUPLICATE KEY UPDATE auf den URLs, das Leeren ist unnötig — ein TRUNCATE würde dagegen die Geräte-IDs neu vergeben, und die Automatiken zeigen per Fremdschlüssel genau auf diese IDs.

Einrichten

cp config.ini.example config.ini      # ausfüllen: Datenbank, MQTT, Tahoma
python3 fetch_calendar.py             # Feiertage und Ferien holen
python3 autoaction_runner.py --once --dry-run --verbose   # Probelauf

--dry-run schaltet nichts, protokolliert aber jedes Kommando, das geschickt würde. --once macht einen einzigen Durchlauf.

Wo das läuft

Der Runner ist ein Hintergrundprozess und wohnt deshalb beim SolarManager, nicht im Web-Verzeichnis:

/volume1/homes/wagner/SolarManager/
├── solarManager.py
├── startSolarServer.sh          startet beide, siehe unten
└── autoActions/
    ├── autoaction_runner.py
    ├── transports.py
    ├── fetch_calendar.py
    └── config.ini               Zugangsdaten, nicht im Git

Das Web-UI kennt diesen Pfad nicht — Browser und Runner reden ausschließlich über die Datenbank homeMesh miteinander. Der Runner lädt das Regelwerk nach, sobald im Browser etwas gespeichert wurde; ein Neustart nach jeder Änderung ist nicht nötig.

startSolarServer.sh startet solarManager.py und den Runner gemeinsam und beendet vorher, was schon läuft. Aufgerufen wird es beim Booten (auf der Synology über den Aufgabenplaner, Ereignis „Hochfahren", als root); dasselbe Skript von Hand aufzurufen ist der normale Weg, den Runner neu zu starten. Zwei Instanzen dürfen nie gleichzeitig laufen — sie würden jedes Kommando doppelt schicken und sich gegenseitig vom MQTT-Broker werfen, weil beide dieselbe Client-Kennung benutzen. Genau davor schützt das Beenden am Anfang.

Ausgabe landet in autoActions.log neben solarOutput.log. SIGTERM fängt der Runner ab und fährt geordnet herunter.

Nachzulesen ist beides im Dashboard unter Protokolle — die Seite liest die Dateien direkt, filterbar nach Text und Level. Klein gehalten werden sie von logs_rotieren.sh samt logrotate.conf eine Ebene höher: täglich, vierzehn Stände, alles über 20 MB sofort. Weil die Prozesse monatelang durchlaufen, arbeitet die Rotation mit copytruncate — deshalb leiten die Startskripte mit >> um und nicht mehr mit &>. Wer das zurückdreht, bekommt nach der nächsten Rotation eine Logdatei, die vorn aus Nullbytes besteht.

Die lauteste dieser Dateien war wattpilotshell.log, rund ein MB am Tag. Die Wallbox schickt in ihren Statusnachrichten 34 Felder, die die API-Beschreibung der Bibliothek nicht kennt (clea, cle, opad, die ganze ocpp*-Familie) — wattpilot 0.2 ist seit Mai 2022 die letzte Veröffentlichung, ein Update behebt das also nicht. Die Bibliothek schlug jedes Feld ungeprüft nach und lief in einen KeyError, der die restliche Schleife mitriss: alles, was in derselben Nachricht dahinter stand, wurde nie veröffentlicht — im Dauerbetrieb alle 15 Sekunden fhz, lps und tpcm, nach einem Verbindungsaufbau deutlich mehr. Dieselbe Ursache aus der anderen Richtung traf lot: als integer beschrieben, als Objekt geschickt, von paho abgelehnt — gut vier von zehn Zeilen im alten Log. wattpilot_bruecke.py ersetzt beide betroffenen Funktionen zur Laufzeit, überspringt unbekannte Felder und verschickt Werte notfalls als JSON, jedes Feld einmal mit einer Warnung im Log. startWattpilotMQTT.sh startet seither die Brücke statt der wattpilotshell direkt.

fetch_calendar.py gehört einmal jährlich in den Cron:

0 4 1 1 * /usr/bin/python3 /volume1/homes/wagner/SolarManager/autoActions/fetch_calendar.py

Ein zusätzlicher Lauf im Herbst schadet nicht — die Ferientermine des übernächsten Schuljahres stehen erst später fest.

Nachsehen, was passiert ist

automation_log hält je Auslösung fest, ob sie durchlief (fired), wegen force_once nachgeholt wurde (forced) oder scheiterte (error, mit Grund in detail). Einträge älter als 30 Tage räumt der Runner selbst weg.