Wonach man sucht, haengt am Messwert: eine offene Tuer faellt nach zwei Minuten auf, ein laufender Wasserhahn erst nach Stunden. Eine Stufenliste traf damit immer nur die Haelfte der Faelle. Das Feld nimmt Minuten, das Modell rechnet in Sekunden weiter. Die Kopfzeile des Rahmens rechnet beim Tippen mit - aus "210" wird dort "erst nach 3,5 Std.", also steht die lesbare Fassung neben der eingebbaren. haltezeitPruefen() ersetzt die Whitelist: nicht unter null, nicht ueber einen Tag, auf ganze Minuten gerundet. Sekunden gewinnen hier nichts, die Messwerte kommen viel seltener. Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
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Die Automatiken (AutoActions)
Eine Automatik ist ein Satz: „Wenn … , dann …, aber nur wenn der Rahmen
passt.“ Sie wird im Browser gebaut, liegt in der Datenbank homeMesh und
wird von einem Dauerprozess auf der NAS ausgeführt.
Rahmen Auslöser Aktionen
────── ──────── ────────
Mo–Fr, Uhrzeit um 07:00 Magdalena Fenster: Auf
nicht in Ferien, UND Außentemperatur > −10 °C Magdalena Tür: Auf
06:00–09:00,
Sperrzeit 15 min
Beteiligt sind drei Stellen:
| Wo | Datei | Aufgabe |
|---|---|---|
| Browser | js/solar/autoActionFuncs.js |
Editor: Modell bauen, zeichnen, abschicken |
| Web-Server | restricted/automations.php, ajax/AutoAction.php |
Laden, Prüfen, Speichern, Beschreiben |
| NAS | SolarManager/autoActions/autoaction_runner.py |
Auswerten und Ausführen |
1. Datenmodell
Alles steht in homeMesh — dort, wo auch die Geräte liegen, damit
Fremdschlüssel greifen können. Schema: homeMesh_automations.sql.
erDiagram
actors ||--o{ actor_states : "hat Messwerte"
actors ||--o{ actor_commands : "hat Kommandos"
actor_commands ||--o{ command_parameters : "hat Parameter"
automations ||--o{ automation_conditions : "Auslöser"
automations ||--o{ automation_actions : "Aktionen"
automations ||--o{ automation_log : "Protokoll"
automation_actions ||--o{ automation_action_params : "Werte"
actor_states ||--o{ automation_conditions : "state_id"
actor_commands ||--o{ automation_actions : "command_id"
command_parameters ||--o{ automation_action_params : "parameter_id"
automations {
int id
varchar name
varchar floor "Reiter in der Übersicht"
tinyint enabled "pausiert oder nicht"
time window_from "Rahmen: Zeitfenster"
time window_to
tinyint weekdays "Bitmaske Mo..So"
tinyint on_vacation "0 nie, 1 egal, 2 zusätzlich"
tinyint on_holiday "0 nie, 1 egal, 2 zusätzlich"
tinyint next_day "Rahmen gilt für morgen"
tinyint force_once "am Fensterende notfalls doch"
tinyint once_per_day "höchstens einmal am Tag"
int lockout_secs "Sperrzeit nach einem Lauf"
int hold_secs "Haltezeit vor dem Auslösen"
tinyint cond_met "Laufzustand: war die Bedingung zuletzt wahr?"
datetime last_run "Laufzustand: wann zuletzt ausgelöst"
timestamp changed "Signal an den Runner"
}
automation_conditions {
int automation_id
int group_no "gleich = UND, verschieden = ODER"
int state_id "zeigt auf actor_states"
enum operator "ASCII, nie das hübsche Zeichen"
varchar value "Schwelle als Text"
}
Vier Felder sind nachgerüstet und stehen deshalb nicht in der
Schema-Datei, sondern in eigenen Skripten im SolarManager-Repo
(autoActions/): next_day (vorabend.sql), once_per_day und die
Dreiwertigkeit von on_vacation/on_holiday (rahmen_erweitern.sql),
hold_secs (haltezeit.sql), sowie der Datentyp elapsed samt gerechnetem
Gerät „Automatiken“ (automatik_ausloeser.sql). Wer die Datenbank neu
aufsetzt, spielt sie nach homeMesh_automations.sql ein.
Drei Spalten in automations sind kein Regelwerk, sondern Laufzustand:
cond_met, last_run und changed. Sie werden vom Runner geschrieben.
Wer eine Automatik per SQL kopiert, sollte sie leeren.
Warum state_id und nicht „Gerät + Feld“
Eine Bedingung zeigt mit einer einzigen Zahl auf actor_states. Damit hängen
Gerät, Messwertname, Datentyp, Einheit und Quelle (Topic, HTTP-Feld, Tahoma)
an dieser Zeile. Der Editor muss nichts davon wissen: Er listet Geräte und
deren Messwerte. Genau deshalb funktioniert auch die Verkettung
(→ Abschnitt 6) ohne eine
einzige Sonderregel im Editor.
2. Der Editor
Der Editor arbeitet auf einem Modell und zeichnet daraus die Oberfläche — nicht umgekehrt:
autoModel.groups = [ [ {state_id, operator, value}, … ], … ] // innen UND, außen ODER
autoModel.actions = [ {command_id, params: {parameterID: wert}}, … ]
Der Gerätekatalog (deviceCatalog()) kommt im selben Dokument mit, es
gibt also kein Nachladen je Zeile.
sequenceDiagram
autonumber
participant B as Browser<br/>autoActionFuncs.js
participant A as ajax/AutoAction.php
participant M as restricted/automations.php
participant DB as homeMesh
B->>A: GET ?action=editor&id=42
A->>M: loadAutomation(42) + deviceCatalog()
M->>DB: SELECT automations / conditions / actions
A-->>B: HTML + Katalog + Datensatz (ein Dokument)
Note over B: autoModel füllen, rendern
loop alle 8 s, solange der Editor offen ist
B->>A: GET ?action=werte&ids=…
A->>DB: SELECT current_value FROM actor_states
A-->>B: aktuelle Messwerte → Punkte neben den Zeilen
end
B->>A: POST ?action=save (JSON)
A->>M: saveAutomation()
M->>M: pruefeKreis()
M->>DB: UPDATE automations; DELETE+INSERT conditions/actions
A-->>B: {ok, id}
Note over DB: changed = NOW() → der Runner lädt neu
Drei Eigenheiten, die man kennen sollte:
- Speichern heißt löschen und neu einfügen. Bedingungen und Aktionen
bekommen dabei neue IDs. Deshalb reicht
changedallein dem Runner nicht, um Änderungen zu erkennen (→ Abschnitt 4). - Live-Werte neben jeder Bedingung kommen aus
actor_states, nicht aus MQTT: Über den Broker kommt nur ein Teil der Geräte (Jalousien hängen an der Tahoma-Box, gerechnete Werte an gar nichts). Eine Tabelle, ein Zugriff, alle Gerätearten. - Kreise werden beim Speichern abgelehnt (
pruefeKreis()), nicht im Betrieb geheilt. Im Protokoll sähe ein Kreis nur wie „läuft halt oft“ aus.
Der Rahmen in Worten
rahmenText() im Editor und describeConditions() auf dem Server erzeugen
denselben Satz in Alltagssprache („werktags, 06:00–09:00, höchstens einmal
am Tag“). Wer die Bedeutung eines Feldes ändert, muss beide anfassen —
sonst steht in der Übersicht etwas anderes als im Editor.
3. Die drei Teile einer Automatik
3.1 Rahmen: darf sie überhaupt?
| Feld | Bedeutung | Fallstrick |
|---|---|---|
enabled |
pausiert oder nicht | Pausierte laden der Runner gar nicht erst — ihre Nachfolger stehen mit still |
weekdays |
Bitmaske, Bit 0 = Montag | |
on_vacation, on_holiday |
dreiwertig: 0 nie, 1 egal, 2 zusätzlich | „zusätzlich“ zählt wie ein passender Wochentag; ein Verbot schlägt eine Erweiterung |
next_day |
Der Rahmen gilt für morgen (Vorabend-Form) | Uhrzeit und Fenster bleiben bei heute |
window_from/window_to |
Zeitfenster; von > bis heißt über Mitternacht |
|
lockout_secs |
Sperrzeit nach einem Lauf (0 / 60 / 900) | |
hold_secs |
Haltezeit: so lange muss die Bedingung ununterbrochen erfüllt sein (0 = sofort, frei in Minuten bis 24 Std.) | Zählt im Speicher des Runners — ein Neustart fängt die Zeit von vorn an |
once_per_day |
höchstens ein Lauf je Kalendertag | |
force_once |
am Ende des Fensters notfalls doch ausführen | greift nur, wenn im Fenster gar nichts lief |
Warum dreiwertig? „Wochenenden und Feiertage“ ließ sich vorher nicht
schreiben: Die Wochentagsmaske kennt nur Sa und So, und ein Feiertag am
Dienstag ist eben ein Dienstag. Mit „Feiertage: zusätzlich“ kommt er über
den Kalender (calendar_days, gefüllt von fetch_calendar.py) herein.
Warum next_day? „Kinderrollos zu, wenn morgen Schule ist“ ließ sich mit
dem heutigen Tag nur annähern (So–Do, heute keine Ferien) — und das ging am
letzten Ferientag, am Abend vor einem Feiertag und am Abend eines Feiertags
daneben.
3.2 Auslöser: any(all(gruppe))
Bedingungen mit derselben group_no sind mit UND verknüpft, verschiedene
Gruppen mit ODER. Im Editor ist eine Gruppe ein gerahmter Block und
zwischen den Blöcken steht ein ODER — die Klammerung ist also gezeichnet und
nicht bloß vereinbart.
Eine Automatik ohne Bedingung löst nie aus. Sonst würde sie nach einem Gerätesuchlauf, der ihren Messwert entfernt hat, plötzlich dauernd feuern.
3.3 Aktionen
Eine Aktion ist ein Kommando eines Geräts plus je Parameter ein Wert
(automation_action_params, eine Zeile je Parameter statt fester Spalten).
Geschickt wird über denselben Transport-Zoo wie beim Lesen
(→ Abschnitt 4); Jalousien bekommen dabei die
Kugelschreiber-Mechanik (erst Neigung 0, dann das Ziel), siehe
TahomaTransport und sendeTahoma() in restricted/commands.php.
4. Der Runner
autoaction_runner.py läuft als Dauerprozess.
flowchart TB
START([Start]) --> LOAD["Regelwerk laden<br/><small>Automatiken, Messwerte, Kommandos</small>"]
LOAD --> SUB["MQTT abonnieren<br/>Sammlerfäden starten"]
SUB --> TAKT
subgraph TAKT["Takt, alle tick_seconds (10 s)"]
direction TB
T1["Werte einsammeln<br/><small>MQTT-Puffer + Queue der Sammler</small>"]
T2["durchlauf(): jede Automatik prüfen"]
T3["Ergebnisse des Versands verbuchen"]
T4["alle reload_seconds: Signatur vergleichen"]
T1 --> T2 --> T3 --> T4
end
T4 -- "Signatur geändert" --> LOAD
T2 -- "Aktionen" --> VERSAND[["Versand<br/><small>je Gerät der Reihe nach,<br/>über Geräte hinweg parallel</small>"]]
SAMMLER[["Sammler<br/><small>HTTP/WLED 1 min,<br/>Tahoma 5 min</small>"]] -. "Queue" .-> T1
Warum ein Dauerprozess und nicht Cron?
- Schwellwerte („Temperatur über 22 °C“) sollen greifen, wenn die Nachricht hereinkommt — nicht im nächsten Minutenraster.
- Nur so gibt es einen Vorzustand für die steigende Flanke.
actor_states.current_valuewürde sonst niemand fortschreiben.
Warum drei Fäden? Früher wurde mitten in der Hauptschleife gepollt:
neunzehn Tahoma-Geräte nacheinander, jedes mit bis zu zehn Sekunden
Zeitlimit. Eine Runde dauerte 45 statt 30 Sekunden, dadurch kam jede
dritte Minute nie vor — und ein Auslöser „um 18:26“ wurde schlicht nie
wahr. Heute hat jeder Transport seinen eigenen Faden, die Hauptschleife
macht nur noch Billiges, und die Uhr wird gar nicht mehr abgetastet, sondern
gegen datetime.now() verglichen.
Transporte
| URL des Aktors | Transport | Lesen | Schreiben |
|---|---|---|---|
mqtt://… |
MQTT | abonniert, gepuffert | publish |
http://… |
HTTP | Poll, 1 min | Abfrageargumente |
wled://… |
WLED | Poll, 1 min | JSON an /json/state |
io://, rts://, internal://, ogp:// |
Tahoma | Poll, 5 min | exec/apply |
Logic |
gerechnet | Uhrzeit, Datum, Sonnenauf-/-untergang | — |
Automatik |
gerechnet | letzte Auslösung je Automatik | — |
Ausnahme beim Lesen: Steht in actor_states.url ein Topic, liest der
MQTT-Transport — auch wenn das Gerät über HTTP geschaltet wird. So sind die
Shellys der zweiten Generation angebunden.
Woran der Runner merkt, dass er neu laden muss
Nicht an changed allein — eine gelöschte Automatik ändert den größten
Zeitstempel nicht, und wer nur die Uhrzeit einer Bedingung verstellt, ändert
in automations gar keine Spalte. Stattdessen eine Signatur: Zeilenzahl
plus Summe der CRC32 je Zeile, über Bedingungen, Aktionen, Aktionsparameter
und die Gerätetabellen (dort auch url und value_path, weil ein
Discovery-Lauf bestehende Zeilen umschreibt).
5. Die Auswertung im Detail
Das Herzstück, durchlauf(), für jede Automatik in topologischer Reihenfolge
(Auslöser vor Nachfolger):
flowchart TB
A["Tag bestimmen<br/><small>heute, mit next_day morgen</small>"] --> B{"tag_passt?<br/><small>Wochentag, Ferien, Feiertag</small>"}
B -- nein --> Z1
B -- ja --> C{"im Zeitfenster?"}
C -- nein --> Z1["Fenster zu:<br/>force_once prüfen,<br/>Flanke zurücksetzen"]
C -- ja --> D{"Bedingung erfüllt?<br/><small>any(all(gruppe))</small>"}
D -- nein --> E["cond_met = 0"]
D -- ja --> HZ{"hold_secs erfüllt?<br/><small>lange genug am Stück</small>"}
HZ -- nein --> G
HZ -- ja --> F{"cond_met schon 1?"}
F -- ja --> G["nichts tun<br/><small>keine neue Flanke</small>"]
F -- nein --> H{"once_per_day<br/>und lief heute?"}
H -- ja --> G
H -- nein --> I{"innerhalb<br/>lockout_secs?"}
I -- ja --> J["Flanke verwerfen"]
I -- nein --> K["ausloesen()"]
K --> L["Aktionen in den Versand,<br/>last_run + Protokoll,<br/>eigenen Auslöserwert setzen"]
Nur die steigende Flanke
cond_met hält fest, ob die Bedingung beim letzten Durchlauf schon erfüllt
war. Ohne das würde „Temperatur über 22 °C“ in jedem Takt erneut feuern.
Haltezeit: erst, wenn es dabei bleibt
Manches zeigt sich nicht in einem einzelnen Messwert, sondern erst in seiner
Dauer. „Der Wasserzähler läuft“ ist jedes Händewaschen; „läuft seit einer
halben Stunde ohne Pause“ ist ein offener Hahn. hold_secs schiebt deshalb
die Flanke nach hinten: Erst wenn die Bedingung so viele Sekunden am
Stück erfüllt war, gilt sie als erfüllt.
Bedingung ──┐ ┌──────────────────────────────────┐
└───┘ └────
↑ ↑ ↑
angefangen nach 30 min: Bedingung weg,
(Zeit läuft) ausgelöst Zeit verfällt
Entscheidend ist, dass cond_met bis dahin auf 0 bleibt: Die Flanke wird
aufgeschoben, nicht verbraucht. Alles danach — Tagessperre, Sperrzeit,
Protokoll — bleibt unverändert.
Was man dazu wissen sollte:
- Ein Aussetzer setzt zurück. Auch ein einzelner Takt genügt; genau das ist mit „ununterbrochen“ gemeint.
- Gezählt wird im Speicher (
erfuellt_seit), nicht in der Datenbank. Es ist Laufzustand wiewar_aktiv— und nach einem Neustart weiß niemand, ob die Bedingung zwischendurch angelegen hat. Die Zeit beginnt dann von vorn. - Die Messrate ist die Untergrenze der Genauigkeit. Ein Zähler, der alle fünf Minuten meldet, macht die Haltezeit auf fünf Minuten genau. Mit einem punktgenauen Zeit-Auslöser („um 16:30“, nur im Nachholfenster wahr) ist sie gar nicht sinnvoll zu kombinieren — sie würde nie reif.
- Das Zeitfenster schneidet sie ab. Geht das Fenster zu, verfällt eine angefangene Haltezeit: Sie soll innerhalb des Fensters voll gelaufen sein.
Die drei Zeitformen
| Schreibweise | Operator | Bedeutung | Gedacht für |
|---|---|---|---|
um 16:30 |
= |
ab dieser Minute, plus Nachholfenster (5 min) | der Normalfall: einmal täglich zu einem Termin |
ab 16:30 |
>= |
von da bis Mitternacht wahr | alles, was auch nach einem verpassten Takt noch laufen soll (Bewässerung) |
vor 16:30 |
< |
bis dahin wahr | als Zusatzbedingung |
Ausgelöst wird in allen drei Fällen höchstens einmal — wegen der Flanke. Das Nachholfenster ersetzt die früher verlangte Punktgenauigkeit: Ein Neustart oder ein hängendes Gerät kostet die Automatik nicht mehr den ganzen Tag. Gerechnet wird modulo 24 h, damit ein Ziel um 23:58 auch um 00:01 noch zieht.
Takt: ▼ ▼ ▼ ▼ ▼ ▼ ▼ ▼ (alle 10 s)
│ │
um 16:30 └── wahr ──────┘ (16:30:00 bis 16:34:59, Nachholfenster)
↑ Flanke: genau hier wird ausgelöst
ab 16:30 └── wahr ───────────────────────────────────► 23:59
↑ Flanke: ebenfalls nur einmal
Sonnenstand und Ketten
Beim Sonnenauf-/-untergang trägt der Operator zusätzlich das Vorzeichen des
Versatzes: + 00:30 = eine halbe Stunde danach, >=- 00:30 = ab einer
halben Stunde davor, <+ 00:30 = bis eine halbe Stunde danach. Über den
Tagesrand wird gerechnet und nicht abgeschnitten — „sechs Stunden vor
Sonnenaufgang“ landet dann eben am Vorabend.
Beim Datentyp elapsed (Verkettung) ist es fast dasselbe, mit einem
wichtigen Unterschied: Verglichen wird der echte Abstand, nicht die
Uhrzeit im Tag. Sonst machte ein Lauf von vorgestern um 05:50 die Bedingung
heute um 06:00 wahr, an einem Tag, an dem der Auslöser gar nicht lief.
ab + 00:10 gilt zusätzlich nur am selben Kalendertag.
Sperrzeit, „einmal am Tag“, „auf jeden Fall“
| Mittel | Wogegen | Verhalten |
|---|---|---|
hold_secs |
Zustände, die erst durch ihre Dauer auffallen (Wasser läuft, Fenster steht offen) | Die Flanke wird aufgeschoben, bis die Bedingung lange genug am Stück steht. Der Gegenspieler zur Sperrzeit: die bremst die Wiederholung, diese den ersten Lauf |
lockout_secs |
Messwerte, die um die Schwelle pendeln (22,1 / 21,9 / 22,1) | Die Flanke wird verworfen, nicht aufgehoben — ein Rollladen, der eine Viertelstunde später doch losfährt, wäre unangenehmer als einer, der gar nicht fährt |
once_per_day |
Dinge, die man hinterher von Hand anders stellt | Nach dem ersten Lauf ist bis Mitternacht Ruhe. Die Sperrzeit taugt dafür nicht: sie zählt Sekunden und verfehlte am nächsten Morgen den Termin |
force_once |
verpasste Fenster | Beim Zugehen des Fensters, aber nur, wenn darin nichts lief (zusätzlich gegen last_run geprüft, damit ein Neustart nicht doppelt auslöst) |
6. Verkettung: eine Automatik löst die nächste aus
Das gerechnete Gerät „Automatiken“ führt jede Automatik als Messwert;
ihr Wert ist der Zeitpunkt der letzten Auslösung (Datentyp elapsed, URL
auto:<id>). Damit ist eine Automatik für den Editor ein Messwert wie jeder
andere — „Wecker Magdalena + 00:10“.
flowchart LR
W["Wecker Magdalena<br/><small>um 07:00</small>"] -->|"+ 00:10"| R["Magdalena Rollos<br/><small>und es ist hell</small>"]
R -->|"+ 00:05"| S["Schlafzimmer<br/>Tür auf"]
Warum nicht einfach eine Verzögerung an der Aktion? Weil der Nachfolger eine vollwertige Automatik mit eigenem Rahmen bleiben soll: „zehn Minuten später, aber nur wenn es dann schon hell ist“ ließe sich als bloße Verzögerung nicht formulieren — die Zusatzbedingung gilt erst zum späteren Zeitpunkt.
Was daran hängt:
- Reihenfolge:
reihenfolge_bestimmen()sortiert topologisch, damit ein Versatz von null noch im selben Takt greift. Nach dem Auslösen trägt der Runner den eigenen Auslöserwert sofort nach. - Pausieren wirkt weiter: Der Runner lädt nur
enabled = 1. Wer den Wecker pausiert, lässt morgens auch die Rollos unten — gewollt. - Anlegen/Löschen der Messwerte macht
ausloeser_nachfuehren()vor jedem Regelwerk-Laden. Angelegt wird auch für pausierte Automatiken, sonst löschteON DELETE CASCADEstill die Bedingung des Nachfolgers. - Löschen mit Anhang:
deleteAutomation($id, "abhaengen"|"mitloeschen"). Der Editor fragt nach, wenn Nachfolger existieren. - Kreise lehnt der Server beim Speichern ab; der Runner meldet sie nur und lässt die Beteiligten weiterlaufen.
7. Protokoll und Fehlerbilder
automation_log bekommt je Lauf eine Zeile (fired / forced) und je
fehlgeschlagenem Kommando eine weitere (error). Einträge älter als 30 Tage
räumt der Runner selbst weg.
| Beobachtung | Wahrscheinliche Ursache |
|---|---|
| Automatik läuft gar nicht, ohne Protokolleintrag | Rahmen: falscher Wochentag, Ferien/Feiertag auf „nie“, Fenster zu eng — oder die Bedingung war nie neu erfüllt (cond_met stand schon auf 1) |
| Läuft einmal und dann nicht mehr am selben Tag | once_per_day |
| Läuft kurz nacheinander nicht erneut | lockout_secs |
| Läuft gar nicht, obwohl die Bedingung sichtbar zutrifft | hold_secs: sie war noch nicht lange genug am Stück erfüllt, oder ein Aussetzer hat die Zeit zurückgesetzt |
| Kette bleibt stehen | Auslöser pausiert oder an dem Tag nicht dran |
| Änderung im Editor wirkt nicht | Regelwerk-Signatur: erst beim nächsten reload_seconds-Fenster (30 s) |
error im Protokoll |
Gerät nicht erreichbar, Kommando oder Transport gibt es nicht mehr |
8. Wo fange ich an, wenn ich …
| Vorhaben | Ort |
|---|---|
| … einen neuen Operator oder Datentyp anbieten | operatorsForType() in restricted/automations.php und bedingung_erfuellt() im Runner |
| … ein neues Rahmenfeld einführen | Spalte in homeMesh_automations.sql, saveAutomation()/loadAutomation(), Editor (renderRahmen, leseFormular), durchlauf() im Runner, Satz in rahmenText() |
| … eine neue Geräteart anschließen | eine Klasse in SolarManager/autoActions/transports.py (Lesen + Senden), Erkennung an der Aktor-URL |
| … verstehen, warum etwas lief | automation_log, dann die Zeitleiste des Tages (→ zeitleiste.md) |
| … das Nachholfenster ändern | catchup_minutes in config.ini des Runners |
| … eine weitere Stufe für die Sperre | lockoutChoices() in restricted/automations.php — eine Zeile, der Rest zieht nach |
| … die Grenzen der Haltezeit ändern | haltezeitPruefen() in restricted/automations.php und max am Feld holdMin |
| … auf Dauerzustände reagieren (Wasser läuft, Tür steht offen) | Haltezeit im Rahmen, dazu eine Aktion des Geräts „Benachrichtigungen“ (→ benachrichtigungen.md) |
