Files
Smart-Dashboard/restricted/autoActions/README.md
T
adminandClaude Opus 5 5f643b9844 AutoAction-Runner: Automatiken ausfuehren
Bisher konnte man Automatiken nur anlegen - ausgefuehrt hat sie niemand.
restricted/autoActions/autoaction_runner.py holt das nach.

Dauerlaeufer statt Cronjob, aus zwei Gruenden: Schwellwert-Ausloeser sollen
greifen, wenn die MQTT-Nachricht hereinkommt, und actor_states.current_value
wird sonst von niemandem fortgeschrieben - beim Discovery einmal gesetzt und
danach nie wieder. Ein zustandsloser Lauf haette gar nichts, womit er
vergleichen koennte. Der Runner pflegt den Wert nebenbei mit, wovon auch der
Editor profitiert: er zeigt neben jedem Messwert den aktuellen Stand.

Ausgeloest wird nur auf der steigenden Flanke (automations.cond_met), sonst
wuerde "Temperatur ueber 22 Grad" bei jedem Takt erneut feuern. Aus
demselben Grund heissen Zeit-Ausloeser jetzt "ab 16:30" statt "gleich
16:30": ein Gleichheitsvergleich waere nur in einer einzigen Minute wahr,
und ein Ausfall in genau dieser Minute kostet den ganzen Tag. Dieselbe
Ueberlegung steht hinter den breiten Zeitfenstern in auto_watering.py.

Der Weg zum Geraet haengt an der URL des Aktors: mqtt:// abonniert und
publiziert, http:// pollt und haengt Parameter an, io:// spricht mit der
Tahoma-Box, Logic rechnet Uhrzeit, Datum und Sonnenzeiten. Alle vier stehen
in transports.py; eine fuenfte Geraeteart ist eine weitere Klasse mit
passt(), zustaende_lesen() und senden().

fetch_calendar.py fuellt calendar_days aus openholidaysapi.org, damit "in
den Ferien" und "an Feiertagen" eine Grundlage haben. Einmal jaehrlich per
Cron.

Die Uebersicht blendet auf schmalen Schirmen Spalten aus, statt sie
wegzuschieben - auf dem Handy waren die Knoepfe zum Pausieren und Loeschen
sonst nur per Seitwaertsscrollen erreichbar.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-08-30 19:21:07 +02:00

121 lines
5.7 KiB
Markdown
Raw Blame History

This file contains ambiguous Unicode characters
This file contains Unicode characters that might be confused with other characters. If you think that this is intentional, you can safely ignore this warning. Use the Escape button to reveal them.
# AutoActions
Automatiken, die im Web-UI unter „Automatismen" angelegt werden und hier
ausgeführt werden: *wenn Bedingung, dann Kommando*.
```
Browser Datenbank homeMesh Runner
────────────────────── ───────────────────────── ────────────────────
Karte „Automatismen" ──▶ automations ──▶ autoaction_runner.py
ajax/AutoAction.php automation_conditions MQTT / HTTP / Tahoma
restricted/automations.php automation_actions ──▶ Geräte
js/solar/autoActionFuncs.js automation_action_params
automation_log
calendar_days ◀── fetch_calendar.py
```
## Wie eine Automatik aufgebaut ist
Eine Automatik hat **Auslöser**, **Rahmenbedingungen** und **Aktionen**.
Ein Auslöser vergleicht einen Messwert (`actor_states`) mit einer Schwelle.
Mehrere Auslöser werden über `group_no` verknüpft: gleiche Nummer heißt UND,
verschiedene Nummern heißen ODER — ausgewertet wird `any(all(gruppe))`. Im
Editor ist eine Gruppe ein gerahmter Block mit eigenem „+ Bedingung", zwischen
den Blöcken steht ein ODER. Die Klammerung ist damit gezeichnet und nicht bloß
vereinbart, und darunter steht derselbe Ausdruck noch einmal als Satz.
Eine Aktion ist ein Kommando (`actor_commands`) mit einem Wert je Parameter
(`command_parameters`) — nicht vier feste Spalten „Wert 1" bis „Wert 4",
sondern so viele Zeilen, wie das Gerät Parameter hat.
Die Rahmenbedingungen (Wochentage, Zeitfenster, Ferien, Feiertage) sagen, wann
die Automatik überhaupt hinsehen darf.
## Warum ein Dauerläufer und kein Cronjob
Zwei Gründe:
* Schwellwert-Auslöser sollen greifen, wenn die MQTT-Nachricht hereinkommt,
nicht erst im nächsten Minutenraster.
* `actor_states.current_value` wird sonst von niemandem fortgeschrieben — es
wird beim Geräte-Discovery einmal gesetzt und danach nie wieder. Ein
zustandsloser Cronjob hätte gar nichts, womit er vergleichen könnte. Der
Runner pflegt den Wert nebenbei mit (gedrosselt auf einmal je Minute), wovon
auch der Editor profitiert: er zeigt neben jedem Messwert den aktuellen Stand.
## Nur die steigende Flanke
`automations.cond_met` hält fest, ob die Bedingung beim letzten Durchlauf schon
erfüllt war. Ohne das würde „Temperatur über 22 Grad" bei jedem Takt erneut
feuern. Verlässt die Automatik ihr Zeitfenster, wird die Flanke
zurückgesetzt, damit sie im nächsten Fenster wieder steigen kann.
Aus demselben Grund heißen Zeit-Auslöser **„ab 16:30"** und nicht „gleich
16:30". Ein Gleichheitsvergleich wäre nur in genau einer Minute wahr — fällt
der Runner in dieser Minute aus, ist die Automatik für den Tag verloren. „Ab
16:30" bleibt bis Mitternacht wahr, ausgelöst wird trotzdem nur einmal. Die
breiten Zeitfenster in `auto_watering.py` folgen derselben Überlegung.
`force_once` („am Ende des Zeitraums auf jeden Fall ausführen") greift, wenn
das Fenster zugeht und in diesem Fenster noch nichts passiert ist.
## Transporte
Welcher Weg zum Gerät führt, entscheidet die URL des Aktors in `actors`:
| URL | Messwert (`actor_states.url`) | Kommando |
|-------------|-------------------------------|-------------------------------------|
| `mqtt://…` | vollständiges Topic, abonniert | publiziert auf das Parameter-Topic |
| `http://…` | Feldname in der JSON-Antwort, gepollt | Parameter als Abfrageargumente |
| `io://…` | Tahoma-Statusname, gepollt | `exec/apply` an die Tahoma-Box |
| `Logic` | gerechnet: Uhrzeit, Datum, Sonne | |
Alle vier stehen in `transports.py`. Eine fünfte Geräteart kommt als weitere
Klasse dazu; sie braucht `passt()`, `zustaende_lesen()` und `senden()`.
Bei HTTP heißen die Schaltbefehle nicht so wie in der Datenbank — dafür gibt es
in `HTTPTransport` eine kleine Übersetzungstabelle (`turn_on``on=true`).
Das ist die Stelle, die beim Anschluss neuer HTTP-Geräte wächst.
## Voraussetzungen
* Python 3 mit `pymysql`, `requests`, `paho-mqtt`
* `homeMesh_automations.sql` einmal eingespielt
* In `../deviceDiscovery/config.ini` muss **`clear_tables = false`** stehen.
Discovery schreibt mit `ON DUPLICATE KEY UPDATE` auf den URLs, das Leeren ist
unnötig — ein `TRUNCATE` würde dagegen die Geräte-IDs neu vergeben, und die
Automatiken zeigen per Fremdschlüssel genau auf diese IDs.
## Einrichten
```bash
cp config.ini.example config.ini # ausfüllen: Datenbank, MQTT, Tahoma
python3 fetch_calendar.py # Feiertage und Ferien holen
python3 autoaction_runner.py --once --dry-run --verbose # Probelauf
```
`--dry-run` schaltet nichts, protokolliert aber jedes Kommando, das geschickt
würde. `--once` macht einen einzigen Durchlauf.
Im Dauerbetrieb wird `autoaction_runner.py` beim Booten gestartet (auf der
Synology über den Aufgabenplaner, Ereignis „Hochfahren", als root). Er
verbindet sich selbst neu, wenn MQTT wegbricht, und lädt das Regelwerk nach,
sobald im Browser etwas gespeichert wurde — ein Neustart nach jeder Änderung
ist nicht nötig.
`fetch_calendar.py` gehört einmal jährlich in den Cron:
```
0 4 1 1 * /usr/bin/python3 /volume1/web/smart/restricted/autoActions/fetch_calendar.py
```
Ein zusätzlicher Lauf im Herbst schadet nicht — die Ferientermine des
übernächsten Schuljahres stehen erst später fest.
## Nachsehen, was passiert ist
`automation_log` hält je Auslösung fest, ob sie durchlief (`fired`), wegen
`force_once` nachgeholt wurde (`forced`) oder scheiterte (`error`, mit Grund in
`detail`). Einträge älter als 30 Tage räumt der Runner selbst weg.