Bei Uhrzeit und Datum gab es nur "ab" und "vor". Der haeufigste Fall - eine Aktion genau um 16:30 - liess sich damit gar nicht ausdruecken. "um" ist jetzt der erste Eintrag und damit die Vorbelegung. Der Hinweis von frueher bleibt trotzdem richtig und steht in der README: "um" trifft nur eine einzige Minute, faellt der Runner ausgerechnet in dieser Minute aus, ist die Automatik fuer den Tag verloren. "ab" holt der naechste Takt nach. Wer beides will, hakt force_once an. Beim Sonnenauf- und -untergang fehlte die halbe Tabelle: der Versatz kann davor oder danach liegen, und verglichen werden kann davor, danach oder genau. Statt zwei gibt es jetzt sechs Operatoren - "+", "-", "ab +", "ab -", "vor +", "vor -". Das Vorzeichen steckt im Operator, weil der Editor eine einzige Auswahlliste zeigt und nicht zwei Bedienelemente fuer eine Angabe. Rutscht ein Versatz rechnerisch ueber den Tagesrand (Sonnenaufgang 05:34 minus sechs Stunden), bleibt es beim Tagesrand statt auf die andere Seite von Mitternacht zu springen - "kurz vor Sonnenaufgang" soll nicht ploetzlich gestern abend bedeuten. Der Editor brauchte keine Aenderung: er liest Wert und Beschriftung der Operatoren aus dem Geraetekatalog, statt sie selbst zu kennen. Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
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# AutoActions
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Automatiken, die im Web-UI unter „Automatismen" angelegt werden und hier
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ausgeführt werden: *wenn Bedingung, dann Kommando*.
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```
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Browser Datenbank homeMesh Runner
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Karte „Automatismen" ──▶ automations ──▶ autoaction_runner.py
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ajax/AutoAction.php automation_conditions MQTT / HTTP / Tahoma
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restricted/automations.php automation_actions ──▶ Geräte
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js/solar/autoActionFuncs.js automation_action_params
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automation_log
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calendar_days ◀── fetch_calendar.py
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```
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## Wie eine Automatik aufgebaut ist
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Eine Automatik hat **Auslöser**, **Rahmenbedingungen** und **Aktionen**.
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Ein Auslöser vergleicht einen Messwert (`actor_states`) mit einer Schwelle.
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Mehrere Auslöser werden über `group_no` verknüpft: gleiche Nummer heißt UND,
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verschiedene Nummern heißen ODER — ausgewertet wird `any(all(gruppe))`. Im
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Editor ist eine Gruppe ein gerahmter Block mit eigenem „+ Bedingung", zwischen
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den Blöcken steht ein ODER. Die Klammerung ist damit gezeichnet und nicht bloß
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vereinbart, und darunter steht derselbe Ausdruck noch einmal als Satz.
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Eine Aktion ist ein Kommando (`actor_commands`) mit einem Wert je Parameter
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(`command_parameters`) — nicht vier feste Spalten „Wert 1" bis „Wert 4",
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sondern so viele Zeilen, wie das Gerät Parameter hat.
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Die Rahmenbedingungen (Wochentage, Zeitfenster, Ferien, Feiertage) sagen, wann
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die Automatik überhaupt hinsehen darf.
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## Warum ein Dauerläufer und kein Cronjob
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Zwei Gründe:
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* Schwellwert-Auslöser sollen greifen, wenn die MQTT-Nachricht hereinkommt,
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nicht erst im nächsten Minutenraster.
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* `actor_states.current_value` wird sonst von niemandem fortgeschrieben — es
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wird beim Geräte-Discovery einmal gesetzt und danach nie wieder. Ein
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zustandsloser Cronjob hätte gar nichts, womit er vergleichen könnte. Der
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Runner pflegt den Wert nebenbei mit (gedrosselt auf einmal je Minute), wovon
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auch der Editor profitiert: er zeigt neben jedem Messwert den aktuellen Stand.
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## Nur die steigende Flanke
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`automations.cond_met` hält fest, ob die Bedingung beim letzten Durchlauf schon
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erfüllt war. Ohne das würde „Temperatur über 22 Grad" bei jedem Takt erneut
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feuern. Verlässt die Automatik ihr Zeitfenster, wird die Flanke
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zurückgesetzt, damit sie im nächsten Fenster wieder steigen kann.
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Zeit-Auslöser gibt es in drei Formen:
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| `um 16:30` | genau in dieser Minute |
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| `ab 16:30` | von da an bis Mitternacht |
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| `vor 16:30` | bis dahin |
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Ausgelöst wird in allen drei Fällen nur einmal, eben wegen der Flanke. `ab`
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ist trotzdem das robustere: fällt der Runner in genau der Minute aus, auf die
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`um` zeigt, ist die Automatik für den Tag verloren — bei `ab` holt der nächste
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Takt es nach. Wer `um` braucht und den Ausfall nicht riskieren will, hakt
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zusätzlich `force_once` an. Die breiten Zeitfenster in `auto_watering.py`
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folgen derselben Überlegung.
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Beim Sonnenauf- und -untergang ist der Wert ein Versatz, und der kann davor
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oder danach liegen — deshalb dieselben drei Fälle mal zwei: `+ 00:30` eine
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halbe Stunde nach Sonnenaufgang, `ab - 00:30` ab einer halben Stunde davor,
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`vor + 00:30` bis eine halbe Stunde danach. Rutscht ein Versatz rechnerisch
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über den Tagesrand, bleibt es beim Tagesrand — „kurz vor Sonnenaufgang" soll
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nicht plötzlich gestern Abend bedeuten.
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`force_once` („am Ende des Zeitraums auf jeden Fall ausführen") greift, wenn
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das Fenster zugeht und in diesem Fenster noch nichts passiert ist.
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## Transporte
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Welcher Weg zum Gerät führt, entscheidet die URL des Aktors in `actors`:
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| URL | Messwert (`actor_states.url`) | Kommando |
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|-------------|-------------------------------|-------------------------------------|
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| `mqtt://…` | vollständiges Topic, abonniert | publiziert auf das Parameter-Topic |
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| `http://…` | Feldname in der JSON-Antwort, gepollt | Parameter als Abfrageargumente |
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| `io://…` | Tahoma-Statusname, gepollt | `exec/apply` an die Tahoma-Box |
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| `Logic` | gerechnet: Uhrzeit, Datum, Sonne | – |
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Alle vier stehen in `transports.py`. Eine fünfte Geräteart kommt als weitere
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Klasse dazu; sie braucht `passt()`, `zustaende_lesen()` und `senden()`.
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Bei HTTP heißen die Schaltbefehle nicht so wie in der Datenbank — dafür gibt es
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in `HTTPTransport` eine kleine Übersetzungstabelle (`turn_on` → `on=true`).
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Das ist die Stelle, die beim Anschluss neuer HTTP-Geräte wächst.
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## Voraussetzungen
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* Python 3 mit `pymysql`, `requests`, `paho-mqtt`
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* `homeMesh_automations.sql` einmal eingespielt
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* In `../deviceDiscovery/config.ini` muss **`clear_tables = false`** stehen.
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Discovery schreibt mit `ON DUPLICATE KEY UPDATE` auf den URLs, das Leeren ist
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unnötig — ein `TRUNCATE` würde dagegen die Geräte-IDs neu vergeben, und die
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Automatiken zeigen per Fremdschlüssel genau auf diese IDs.
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## Einrichten
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```bash
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cp config.ini.example config.ini # ausfüllen: Datenbank, MQTT, Tahoma
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python3 fetch_calendar.py # Feiertage und Ferien holen
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python3 autoaction_runner.py --once --dry-run --verbose # Probelauf
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```
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`--dry-run` schaltet nichts, protokolliert aber jedes Kommando, das geschickt
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würde. `--once` macht einen einzigen Durchlauf.
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Im Dauerbetrieb wird `autoaction_runner.py` beim Booten gestartet (auf der
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Synology über den Aufgabenplaner, Ereignis „Hochfahren", als root). Er
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verbindet sich selbst neu, wenn MQTT wegbricht, und lädt das Regelwerk nach,
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sobald im Browser etwas gespeichert wurde — ein Neustart nach jeder Änderung
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ist nicht nötig.
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`fetch_calendar.py` gehört einmal jährlich in den Cron:
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```
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0 4 1 1 * /usr/bin/python3 /volume1/web/smart/restricted/autoActions/fetch_calendar.py
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```
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Ein zusätzlicher Lauf im Herbst schadet nicht — die Ferientermine des
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übernächsten Schuljahres stehen erst später fest.
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## Nachsehen, was passiert ist
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`automation_log` hält je Auslösung fest, ob sie durchlief (`fired`), wegen
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`force_once` nachgeholt wurde (`forced`) oder scheiterte (`error`, mit Grund in
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`detail`). Einträge älter als 30 Tage räumt der Runner selbst weg.
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